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Kerzenlicht

Seine rechte Hand mit dem Siegelring. Umschliesst meinen Hals, mit nur einer Hand. Drückt zu, gar fest, bis der Atem stillsteht. Nur, um wieder Atem zu schenken.

Sein Blick voll Wut, unbändiger Wut. So kalte Augen, das man den Hass darin sieht. Dunkel, fast schwarz. Glitzern wie im Wahn, wenn ich flehe. Es tut weh, wie schon so oft. Doch würde es mehr weh tun, wieder alleine zu sein.

Sein heisser Atem, das eisige Lachen im Gegenspiel. Wie könnte ich einfach aufstehen und gehn, wenn wir doch beide wissen das er mich wiederfindet.

Der Dolch, sein Lieblingsdolch, drückt gegen den Unterarm, meinen Unterarm. Ein schmaler Schnitt, und doch fliesst Blut. Es tut nicht weh, er hat mich betäubt zuvor.

Schliesse deine Augen, höre auf meine Stimme. Du wirst keinen Schmerz verspüren. Bald ist es vorbei.

Du lachst, du liebst die Angst in meinem Blick. Mein tränenverschmiertes Gesicht, wie ich flehe, bettle das du aufhörst. Doch warum solltest du?

Tu was ich sage, dann passiert dir nichts.

 

Wie ich zittere jetzt. Die Hand dicht über der Kerze, und doch spüre ich die Hitze nicht. Ist es Angst... oder Scham. ich hätte es beenden können.

Habe dir widersprochen. Als Antwort dein wutverzerrtes Gesicht, das letzte was ich sah. Ehe ich doch schmerzhaft auf dem Boden landete. Oh nein, ich widersprech dir nie wieder. Widersprechen tut weh.

Kostbar die Zeit, in der du schläfst. In der ich leise Musik hören, mich ablenken kann. Siehst doch so friedlich aus, wenn du schläfst.

Ich bin müde. Doch schlafen darf ich nicht. Das willst du nicht. Muss wach sein, dir geben was du willst. 

Je mehr ich weine, je mehr lachst du. Es sieht süss aus, wenn ich weine. Ein kleines Kind, das weint, aus Angst, Trauer, Schmerz. Die Augen glasig, wie im Fieber. Es fasziniert dich, mich weinen zu sehen.

Wie könnte ich je beschreiben, was ich erlebt. Es ist zuviel. Zuviel was ich vergessen will. Niemals werde ich es sagen. Vielleicht ahnst du es, wenn du das liest. Doch, verstehen wirst du es nicht.

 

 

Lieber ertrage ich den körperlichen Schmerz durch Schläge, als nur ein einziges lautes Wort, getränkt in Wut. Wie oft schlief ich unter Tränen ein. Jede Nacht beinahe, in den Schlaf geweint. Und doch war ich glücklich? Oder, war es doch nur Angst, die Angst wieder allein zu sein. Nichts ist schlimmer. Einsamkeit.

29.10.06 22:06
 


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